Die Wurzeln der Stiftung Globale Nachhaltigkeit (SGN) gehen auf das Jahr 1996 zurück. Als einer der größten Arbeitgeber Deutschlands sah sich die Deutsche Post AG damals in einer besonderen gesellschaftlichen Pflicht: Sie wollte angesichts des massiven Strukturwandels einen substanziellen, wissenschaftlichen Beitrag zur Lösung globaler Arbeitsmarktprobleme durch die Schaffung einer Evidenzbasis für die nationale und internationale Politik leisten. Aus dieser Motivation heraus wurde die damalige „Deutsche Post Stiftung“ gegründet.

Mit dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA Institute of Labor Economics) schuf die Stiftung nicht nur ein lokales Forschungsinstitut, sondern eines der größten globalen Netzwerke in der Wirtschaftswissenschaft, das diese arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen über 25 Jahre lang mit Spitzenforschung und Politikberatung begleitete. Um zusätzlich die verhaltensökonomischen Bestimmungsfaktoren von Ungleichheit gezielt zu untersuchen, wurde 2015 das Behavioral and Inequality Research Institute (briq) ins Leben gerufen, welches 2024 aus strategischen Gründen in das IZA eingegliedert wurde. Das IZA wurde Ende 2025 aufgelöst und das weltweit renommierte IZA-Netzwerk erfolgreich auf das LISER-Institut übertragen. Das IZA-Netzwerk wird seit dem 1. Januar 2026 von Luxemburg aus koordiniert.

Bis ins Jahr 2022 wurde der Aufbau der Stiftung durch regelmäßige finanzielle Zuwendungen der Stifterin flankiert und auf ein solides Fundament gestellt. Mit dem planmäßigen Auslaufen dieser Aufbaufinanzierung operiert die Stiftung heute vollkommen autark. Aus dieser Position der Unabhängigkeit führt sie ihre Tradition der gesellschaftlichen Verantwortung mit konsequent geschärftem Fokus fort: Bereits im Jahr 2014 haben wir mit der Initiierung des Stiftungsfonds für Umweltökonomie und Nachhaltigkeit (SUN Institute for Environment and Sustainability) den Grundstein für unser Engagement in der Umweltökonomie gelegt. Unter dem Namen SGN widmen wir unsere Unabhängigkeit und unsere Förderressourcen nun exklusiv dieser größten globalen Herausforderung der Gegenwart – der Transformation zu einer nachhaltigen Weltwirtschaft.